Günter Bust

geb. 1930 - GEST. 2005


Vita

Geboren am 12. Juli 1930 in Großottersleben (heute: Magdeburg-Südwest), erste musikalische Ausbildung in Magdeburg an der 23. Magdeburger Gemeindeschule 1941-1945 Besuch des Musischen Gymnasiums in Leipzig (Unterricht u.a. bei Prof. David, Prof. Davisson, Prof. Günther Ramin). Nach dem Bombenangriff auf Leipzig wurde 1943/44 das Gymnasium nach Nossen/Sa. evakuiert. Das Kriegsende erlebte er in Zschopau bei Chemnitz. 1945-1949 Besuch des Bismarck-Gymnasiums, Abitur am Domgymnasium Magdeburg 1949-1953 Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - Schulmusik bei Prof. Fritz Reuter und Slavistik - Gründung eines Zentralen Chores zum Deutschlandtreffen 1950, des heutigen Universitätschores Halle "Johann Friedrich Reichardt" 1953-1956 Lehrer für Musik und Russisch an der Käthe-Kollwitz-Schule Halberstadt, dann am bekannten Philantropinum in Dessau 1956-1963 Fachrichtungsleiter Musik am Institut für Lehrerbildung Weißenfels 1963-1967 Lehrer an der Käthe-Kollwitz-Oberschule in Schönebeck 1967-1995 Leiter der Georg-Philipp-Telemann-Musikschule Magdeburg bis zu seiner Pensionierung. Er unterrichtete Musiklehre, Schulpraktisches Spiel und Viola und leitete das Jugendsinfonieorchester der Musikschule. ab 1990: Er unterrichtet im Lehrauftrag am Institut für Musik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Schulpraktisches Spiel, Generalbass und Partiturspiel. 1969 - Beginn einer institutionellen Telemann-Pflege in Magdeburg mit der Einrichtung eines Sekretariats des Arbeitskreises "Georg Philipp Telemann" unter dem Dach der Musikschule 1971 - Beginn der Musikalischen Vorschulerziehung an der Magdeburger Musikschule ab 1973 - Magdeburg als ständiger Austragungsort des Kammermusikwettbewerbs der DDR 1974 - Mitinitiator des ersten neu gebauten Carillons in der DDR und erster Spieler des Carillons bei der Einweihung auf dem Rathausturm Magdeburg (Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“) 1976 - Beginn der Kompositionsausbildung an der Magdeburger Musikschule mit der Komponistenklasse (Ltg.: Klaus-Dieter Kopf, dann Stojan Stojantschew, Dieter Nathow†, seit 2002: Bernhard Schneyer) 1978 - Mitbegründer der musikalischen Hochschulausbildung im Bezirk Magdeburg, Aufbau der Außenstelle Magdeburg der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig 1978 - Aufbau des Telemann- Sekretariats, seit 1985 Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg 1990 - Mitbegründer des Verbandes der Musikschulen des Landes Sachsen-Anhalt und stv. Vorsitzender. Er ist Mitbegründer des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt, des Landesverbandes Deutscher Musikschaffender Sachsen-Anhalt und des Landemusikfestes Sachsen-Anhalt. Bratscher des König-Streichquartetts Magdeburg (Primarius: Thomas König), Mitwirkung im Magdeburger Kammerorchester (Ltg.: Helge Scholz) und im Akademischen Orchester der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Ltg.: Peter Petkow) ab 1997 - Leiter des Akademischen Orchesters der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (bis zu seiner Erkrankung im Jahre 2001, Übernahme der Orchesterleitung durch KMD Günther Hoff) 2005 - Günter Bust erhielt im Rahmen der Eröffnung der Wanderausstellung "Telemann-Pflege und -Forschung in Magdeburg" am 1. Februar 2005 den Telemann-Pokal. In der Begründung heißt es: "Günter Bust ist es zu verdanken, dass mit der Einrichtung des Sekretariats des Arbeitskreises unter dem Dach der Musikschule im Jahre 1969 die institutionelle Telemann-Pflege in Magdeburg beginnen und zu einer kulturpolitischen Größe in der Stadt Magdeburg werden konnte, die letztendlich in der Gründung des "Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung" mündete, das in der Gegenwart nationale und internationale Anerkennung genießt." "Ein republikoffener Kammermusik-Wettbewerb für Musikschüler wurde von ihm ins Leben gerufen, in dem als Pflichtstück ein Werk Telemanns zu spielen war, so dass Telemanns Musik in vielen Musikschulen Einzug hielt."2005 - Günter Bust verstarb am 27. Mai 2005 in Schönebeck.

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